Nachfolgend finden sich Fragen die oft gestellt werden. Wir versuchen, möglichst kurz darauf zu antworten. Wenn ihnen oder euch die Antworten nicht schlüssig erscheinen, dann schreibt uns gerne. Sie oder ihr könnt auch gerne weiter Fragen stellen. Wir wissen auch nicht alles. Aber wir wollen uns Mühe geben und mit ihnen oder euch auch in ein vertieftes Gespräch kommen.

Was bedeutet das Wort „Gott“?

Das Wort Gott ist eine Bezeichnung, kein Name. Die sprachlichen Ursprünge sind im Unklaren. Im Griechischen – der Sprache in der das Neue Testament zuerst aufgeschrieben wurde – steht Theos als Bezeichnung für Gott. Bei uns kommt diese Bezeichnung noch in einigen Namen vor, wie z.B. Dorothea = Geschenk Gottes.

Wer oder was ist der Heilige Geist?

Der Heilige Geist ist Teil der Dreieinigkeit Gottes. Gott offenbart sich den Menschen also nicht nur durch ihn als Gott Vater und durch Jesus, dem Sohn, sondern auch durch den Heiligen Geist.

Nachdem Jesus nach seinem Tod und seiner Auferstehung in den Himmel zurückgegangen ist (Himmelfahrt), hat er den Heiligen Geist als seinen Stellvertreter zu uns Menschen geschickt (Pfingsten). Der Heilige Geist war zwar schon immer Teil der Dreieinigkeit, aber ab Pfingsten wirkt er in jedem einzelnen Christen.

Im Urtext der Bibel wird im hebräischen das Wort „ruach“ und im griechischen das Wort „pneuma“  für „Geist“ verwendet.  Diese Wörter lassen sich mit „Wind“ oder „Hauch“ übersetzten.  Der Heilige Geist lässt also Gottes Wesen in unseren Herzen wehen.  Er schafft eine Verbindung zwischen Gott und uns. Gott wird dadurch Teil unseres gesamten Lebens. Somit kann auch der Heilige Geist durch alle Elemente des Lebens zu uns sprechen, z.B. beim Lesen der Bibel,  beim Hören einer Predigt, beim Zeitungslesen, in Gesprächen oder auch in der Natur. Der Heilige Geist kann uns bestimmte Aspekte aufs Herz legen und uns verstehen lassen.

Den Heiligen Geist kann man, wie den Wind spüren, aber nicht sehen. Deshalb ist er für uns Menschen oft so schwer greifbar. Wenn man wissen möchte, ob ein Gedanke oder ein Herzensanliegen vielleicht vom Heiligen Geist kommt,  gibt es eine Voraussetzung, die unbedingt erfüllt sein muss: Der Gedanke muss mit dem Reden und mit dem Wesen von Jesus Christus übereinstimmen, denn der Heilige Geist ist Teil der Dreieinigkeit; er ist der gleiche, der auch in Jesus gewirkt hat.

Wo ist Gott?

Jesus sagt oft, dass Gott im Himmel ist. Der ist aber nicht identisch mit dem astronomischen Himmel. Wir können ihn nicht lokalisieren. Noch wichtiger ist, dass Gott uns täglich begegnen kann. Hier auf der Erde. Das ist schwer zu verstehen. Aber es kann immer wieder neu erfahren werden.

Kann Gott nicht direkt zu jemandem reden?

Es gibt zwei Arten, wie Gott mit uns redet: Die Bibel gilt für alle. Aber er führt auch einzelne Menschen ganz individuell. Es gibt viele, die auch als falsche Propheten selbstgemachten Botschaften auftreten. Gott gibt ein entscheidendes Kriterium zur Prüfung: Abwarten, ob es eintrifft. Und außerdem: Schaut euch an, wie sie leben. Daran erkennt ihr am besten, ob sie die Wahrheit sagen.

Zuletzt hat Gott durch seinen Sohn geredet, und es wird keine zusätzlichen Offenbarungen mehr geben. Dem Wort der Bibel ist nichts hinzuzufügen. Es steht alles drin, was wir wissen müssen.

Gott gibt uns auch mal neues Licht über das, was er uns schon längst mitgeteilt hat. Aber nichts neues. Die Bibel ist die einzige verbindliche Informationsquelle und die alleinige Messlatte, an der alles zu prüfen ist. Und wenn einer kommt und behauptet: „Der Herr hat mir gesagt…“ müssen wir prüfen, ob es mit dem übereinstimmt, was in der Bibel steht.

Oft wünschen wir uns ein direktes Reden Gottes, einen Zettel vom Himmel, der uns zeigt, was er in einer bestimmten Situation von uns will. Das könnte Gott schon tun, aber es ist meistens nicht seine Methode. Wir dürfen bitten, dass Gott uns seinen Weg zeigt und in unserem Leben etwas tut. Das ist erfahrbar. Aber oft erst im Nachhinein als sein Wirken zu erkennen. Es geschieht oft lautlos ohne hörbare Stimme.

Worin besteht der Unterschied zwischen der Bibel und sonstiger Literatur der Welt?

Er besiegte ohne Geld und Waffen mehr Millionen Menschen als Alexander, Cäsar, Mohammed und Napoleon.

Er warf mehr Licht auf göttliche und menschliche Dinge als alle Philosophen und Gelehrten zusammen.

Er sprach ohne rheroische Kunstfertigkeit Worte des Lebens, wie sie nie zuvor oder seither gesprochen wurden.

Er erzielte eine Wirkung wie kein anderer Redner oder Dichter.

Er setzte mehr Federn in Bewegung und lieferte Stoff für mehr Predigten, Reden, Diskussionen, Lehrwerke, Kunstwerke und Lobgesänge als das gesamte Heer großer Männer der Antike und Moderne.

(McDowell, Die Bibel im Test)

Die Bibel unterscheidet sich in mehrfacher Hinsicht von allen anderen Büchern, die die Weltgeschichte zu bieten hat.

Sie wurde in einer Zeitspanne von über 1500 Jahren von 45 Schreibern aus unterschiedlichen Berufen und unterschiedlicher Herkunft geschrieben: Mose war Uni-Absolvent, Josua ein Oberbefehlshaber in der Armee, Daniel Ministerpräsident, Nehemia Mundschenk, David König, Amos ein Hirte, Petrus ein Fischer, Matthäus einer vom Zoll, Lukas Arzt und Paulus Zeltmacher.

Auch die Orte, an denen geschrieben wurde, sind ungewöhnlich: Die Schriften entstanden in der Wüste, im Knast, im Schloss, auf Reisen oder in der Verbannung.

Sie entstand in den unterschiedlichsten Gemütsverfassungen: In Freude, Liebe, Angst, Sorge, Not und Verzweiflung.

Die Spannweite der Entstehung umfasst 60 Generationen. Trotzdem stimmt sie in ihren Themen überein. In Hunderten von Themen. Mit auffälliger Harmonie. Aus unterschiedlichen Zeitepochen und mit unterschiedlichen Persönlichkeitsstrukturen. Wenn da nicht Gott zwischen wäre, dann könnte man keine Einheit erwarten. Das geht gar nicht bei allen Unterschieden. Und der rote Faden ist auch sehr deutlich zu sehen: Durch die ganze Bibel geht die Lehre über Gott und seine Geschichte mit den Menschen.

Was nicht zu finden ist, sind Märchen, Legenden und Sagen. Wir finden keine Übertreibung, keine Untertreibung wie in Satiren, Glossen, Heldenreden und Komödien.

Die Bibel ist vielseitig. Sie ist Glaubensbuch, Gesetzbuch, Liederbuch, Geschichtsbuch. Sie liefert Grundlagen zahlreicher Wissensgebiete und enthält tausenderlei Lebensregel für die verschiedensten Situationen. Sie ist Eheberater und beschreibt, wie wir uns zu Eltern und Kindern, zu Freunden und Feinden, zu Nachbarn und Verwandten, zu Fremden, zu Gästen und Glaubensgenossen verhalten sollen.

Sie spricht über die Herkunft dieser Welt und allen Lebens, über den Tod und das Ende der Welt. Sie zeigt uns das Wesen Gottes, zeigt wie Jesus war und welche Auswirkungen der Heilige Geist hat.

Die Bibel beschreibt den Menschen sehr realistisch. Es gibt keine komödienhaften Übertreibungen, keine veränderten Biographien und kein Heldentum, das die negativen Seiten versteckt. Was falsch gelaufen ist, ist genauso erwähnt wie es war. Nichts wird schöngeredet.

Sie ist hinsichtlich der Zahl ihrer Wörter und Buchstaben exakt erfassbar. Aber die Fülle ihrer Gedanken ist unzählbar. Wir können sie beliebig oft lesen, ohne dass sie langweilig wird. Wir stoßen dauernd auf Neues und entdecken neue Gedankengänge. Die Bibel ist göttlich und entspringt seinem Herzen. Gott verspricht, dass sie wahr ist.

In welcher Beziehung stehen Gott und Jesus zueinander?

Gott ist so groß, dass wir ihn nicht erklären können. Er steht haushoch über uns, sonst wäre er nicht Gott. Deshalb hat er uns auch verboten, uns ein Bildnis von ihm zu machen. Auch unsere menschlichen Vorstellungen kommen an Grenzen. Gott ist der Eine. Er begegnet uns in drei Personen. Oder anders gesagt, wir können ihn auf dreifache Weise erfahren. Gott, der Vater stellt seinen Willen dar, Jesus tut ihn und der Heilige Geist zeigt uns sein Wesen: Vater, Sohn und Heiliger Geist. Aber er ist ein Gott. In Jesus wurde er Mensch. Der Heilige Geist kommt uns sehr nahe. Er tröstet, leitet, stärkt, erleuchtet und übersetzt – wenn es nötig ist auch unsere Gebete.

Zu wem sollen wir beten?

Jesus hat uns gelehrt, zum Vater zu beten, aber seit er bei uns auf der Erde war, können wir auch zu ihm beten, das sagt er sogar selber, und er ließ sich auch von den Menschen als Gott anbeten. Das Gebet kennt also nach der Bibel zwei Adressen: den Vater und den Sohn.

Hat Jesus wirklich gelebt? Ist er der Sohn Gottes?

Heute wird von kaum einem Historiker mehr bezweifelt, das Jesus gelebt hat. Schwieriger ist die Frage, ob er der Sohn Gottes ist. Wer die Evangelien liest, der kann von der Wahrheit, dass Jesus Gottes Sohn ist, ergriffen werden. Das bedeutet, dass Jesus, der von den Toten auferstanden ist, sich uns zu erkennen gibt. Wer das einmal ausprobieren will, kann am besten mit dem Lukasevangelium beginnen. Es findet sich im Neuen Testament, im hinteren Teil der Bibel, und dort an dritter Stelle.

Ist Gott lernfähig?

Die Bibel bezeugt, dass Gottes Gedanken höher sind, als menschliche Gedanken. Gott möchte, dass wir seinen Gedanken näher kommen. Wir können da eine Menge lernen. Manchmal steht in der Bibel, dass Gott – sozusagen – seine Meinung ändert. Gott widerruft zum Beispiel Strafgereichte. Eine beeindruckende Geschichte steht dazu im Buch Jona im Alten Testament (das ist der erste Teil der Bibel).

Hat Gott das Böse geschaffen?

Darüber wird in der Bibel nichts gesagt. In der bekannten Geschichte von Adam und Eva – ganz am Anfang der Bibel – wird von der Schlange berichtet, die versucht, Adam und Eva von Gott wegzubringen. Woher sie kommt wird nicht gesagt. Manche sagen, der Teufel sei ein Engel Gottes, der von ihm abgefallen sei. Aber für diese Theorie gibt es keine Stelle in der Bibel, die das bestätigt. Zusammen genommen können wir sagen: In der Bibel wird nicht über den Ursprung de Bösen spekuliert. Vielmehr geht es darum, dass Böse zu überwinden. Dazu steht in der Bibel einiges und viele haben das auch in ihrem Leben erfahren.

Ist der Gott des Alten Testaments ein anderer als der des Neuen Testaments?

Der Gott des Alten Testamentes ist der Vater, von dem Jesus so eindrücklich spricht. Es ist in beiden Teilen der Bibel der eine Gott. Das Alte Testament ist unerlässlich, das Neue Testament in seiner Tiefe zu verstehen.

Hat nicht Gott Schuld an allem?

Manchmal haben Menschen den Eindruck, dass Gott an einem schlimmen Schicksalsschlag schuld ist. Solche Gefühle sind ganz normal. Dafür braucht auch keiner ein schlechtes Gewissen zu haben. Wenn man die Bibel genau in der Mitte aufschlägt, findet sich das Buch der Psalmen (Lieder und Gebete). Da gibt es viele Beispiele, wie Menschen Gott Vorwürfe machen und ihre Klage vor Gott aussprechen. Sehr offen und sehr ehrlich. Gott ist da. Er hört. Aber er hört nicht nur, sondern kann auch Handeln, wie es kein Mensch sonst kann. Es ist sehr wichtig und sehr oft auch heilsam, wenn wir unsere Wut vor Gott aussprechen.

Warum lässt Gott das Leid zu?

Manche sagen angesichts des Leides, dass Gott entweder nicht allmächtig oder nicht ein Gott der Liebe sein kann. Es ist aber auch möglich, an Gottes Liebe und Allmacht zu glauben, wenn folgendes berücksichtigt wird: Viel Lied in der Welt ist eine Folge davon, dass der Mensch sich von Gott entfernt hat und seinen Willen nicht beachtet. Wer den Gott des Lebens den Rücken kehrt, begibt sich in de Sphäre des Todes. Ganz am Anfang der Bibel wird dieser Zusammenhang schon beschrieben. Nämlich in der Geschichte von Adam und Eva. Gott könnte uns natürlich zu Marionetten machen, die dann sozusagen mit himmlischer Gewalt immer zum Richtigen genötigt werden. Aber wollen wir das?

Das Neue Testament berichtet von dem größten Liebeserweis aller Zeiten: Jesus stirbt für unsere Schuld am Kreuz. Aus Liebe. Weil Gott durch Jesus unsere Schuld trägt. Im Alten Testament, beim Propheten Jesaja, ist das vorhergesagt: Die Strafe liegt auf ihm, damit wir Frieden haben. Dieser Friede wird sich einmal ganz durchsetzen. Das hat Jesus versprochen. Dann wird es kein Lied mehr geben und kein Geschrei. So steht es im letzten Buch der Bibel. Gerade so wird deutlich: Gott ist allmächtig und er ist Liebe.

Warum ist Gott nicht zu sehen?

Gott ist ein verborgener Gott. Das ist auch eine Folge der Schuld des Menschen. Ein anderes Wort in der Bibel dafür ist Sünde. Sünde bedeutet ursprünglich Trennung. Schuld trennt Menschen von Gott. Darum können wir ihn nicht sehen. Die Bibel berichtet immer wieder davon, dass sich Gott den Menschen zeigt. Ganz deutlich indem Gott in Jesus Mensch geworden ist. Im Neuen Testament heißt es von Jesus: Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes. Das bedeutet: In den Geschichten von Jesus „sehen“ wir, wie Gott ist.

Wie ist der Bibelcode von M. Drosnin zu beurteilen?

Er ist willkürlich und durch nichts begründbar. Die Trefferquote wird damit erhöht, dass die Suche vorwärts, rückwärts, senkrecht, diagonal und willkürlich gemischt gelesen werden darf. Auch das Überspringen von Buchstaben ist erlaubt. Das ist Spielerei und ergibt Zufallstreffer. Das geht sogar mit erfundenen Romanen (z.B. „Moby Dick). Das zeigt, dass das Ergebnis gar nicht abhängig von der verwendeten Quelle ist.

Woher kann ich wissen, dass es Gott überhaupt gibt?

Früher haben Menschen gedacht, sie könnten Gott beweisen. Daraus sind die sogenannten Gottesbeweise entstanden. Aber Beweise, die über jeden Zweifel erhaben sind, sind es eben doch nicht. Wenn man die Gottesbeweise als Hinweise versteht, dann können sie doch eine Menge sagen. (Jeder kann im Internet unter Gottesbeweise die nötigen Informationen finden.) Es gibt aber noch etwas Besseres: Jesus sagt: Suchet so werdet ihr finden. Wer Gott wirklich sucht, der findet ihn auch.

Ist deine Frage nicht dabei, dann schreibe uns.

 

Diese täglichen Zweifel kennt doch jeder oder? Menschen die gläubig sind oder nicht gläubig sind, sind davon betroffen. Zu deinen Glaubensfragen möchten wir dir gerne biblische Antworten geben. Im Leben geschieht nichts zufällig, für alles gibt es einen Plan.